Das Projekt

REDUKTION SEDIERENDER PSYCHOPHARMAKA BEI HEIMBEWOHNERN MIT FORTGESCHRITTENER DEMENZ (DECIDE)

Das DECIDE-Projekt unter Leitung von Frau Prof. Dr. Janine Diehl-Schmid, Leiterin des Zentrums für Kognitive Störungen an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München, verfolgt das Ziel, den Einsatz von nebenwirkungsreichen dämpfenden Psychopharmaka bei dementen Bewohnern von Pflegeheimen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften in Bayern zu reduzieren. Entsprechend der Verordnungshäufigkeit stehen dabei sedierende Antipsychotika im Fokus. Das kürzlich gestartete Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert. Die groß angelegte Initiative besteht aus verschiedenen Elementen mit dem Ziel, die Öffentlichkeit und die beteiligten Akteure im Gesundheitssystem für die Problematik zu sensibilisieren. Laufend aktualisierte online Informationen zu den Themen Reduktion von Antipsychotika und Palliativversorgung bei Demenz sowie Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen sollen für einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit sedierenden Psychopharmaka werben. Information und Aufklärung der pflegenden Angehörigen spielen dabei eine besondere Rolle. Außerdem werden in 60 Bayerischen Heimen bzw. ambulanten Wohngemeinschaften bei allen Bewohnern mit Demenz individuelle Arzneimittelüberprüfungen in Verbindung mit konkreten Optimierungsempfehlungen erfolgen (DECIDEVorOrt).